Strukturen

Wartezeitminimierung

Posted in Strukturen, Warteschlangen on September 23rd, 2011 by Ralph Latotzki – Kommentare deaktiviert für Wartezeitminimierung

Min

 

Lange Warteschlangen – vornehmlich zeitlich gesehen – sind für die Besucher von Vergnügungsdestinationen ein Gräuel, schließlich werden sie durch diese gefühlt in ihrer Entscheidungs- und tatsächlich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Ein passendes Warteschlangendesign hilft über einige Unannehmlichkeiten hinweg, doch das wirkliche Ziel ist Warteschlangenminimierung. Die vier wesentlichen Möglichkeiten hierzu sind Vordrängeln, virtuelles Warten, Kapazitätsausnutzung und Zielgruppenverkleinerung. Die nachfolgende Betrachtung der Problematik Wartezeitminimierung erfolgt auf der Grundlage der Annahme eines Freizeitparks mit nicht beeinflussbarer Besucherzahl und -interessen. read more »

Strukturerlebnisse

Posted in Strukturen on Januar 18th, 2011 by Ralph Latotzki – 1 Comment

Erlebnisstrukturen2

 

Wie alle Wirtschaftsunternehmen müssen auch Freizeitparks gewisse Strukturen einführen, um einen geregelten Ablauf gewährleisten zu können. Durch die Diversifikation des Unternehmens, in aller Regel haben Freizeitparks neben Attraktionen auch Gastronomie und Shops, die Saisonorientierung und die Ausrichtung auf Massenabfertigung ist die Verwendung von Strukturen zur Vereinfachung des Betriebs zwingend notwendig. Viele dieser halten sich unbemerkt von den Gästen im Hintergrund, ein Fastpass-System hingegen, das virtuelles Warten erlaubt, greift ziemlich stark in das Erlebnis der Besucher ein. Anhand einiger Beispiele sei im Folgenden die Frage erörtert, ob Strukturen auch zum Erlebnis beitragen können und womöglich sogar ihre Ästhetik in den Vordergrund gestellt werden kann. Die Schönheit einer Struktur wird zugegebener Maßen meist subjektiv beurteilt, wie uns Beispiele aus der Architektur lehren; Mathematiker hingegen haben häufig ein recht ähnliches Gespür dafür, welche theoretischen Strukturen sie als elegant empfinden. read more »

Attraktionsdauer

Posted in Strukturen on September 19th, 2010 by Ralph Latotzki – 1 Comment

Attraktionsdauer

 

Bei langer Wartezeit bei einer mittleren Familienachterbahn den Zug jeweils zwei Runden fahren zu lassen, scheint auf den ersten Blick keinen großen Sinn zu machen, weil dabei einiges an Kapazität verschenkt wird. Wird jedoch eine Schiffschaukel zur Betrachtung heran gezogen, so erscheint die Fragestellung nach der geeigneten Fahrtdauer in einem andern Licht. Schließlich mag niemand – außer den Fahrgästen mit empfindlichen Mägen versteht sich – die Fahrt sofort abgebrochen sehen, wenn die Schaukel zum ersten Mal den höchsten Punkt der Fahrt erreicht hat. Auf dem Höhepunkt ist das Erlebnis am intensivsten und das mag ausgekostet werden. Ein paar Schwünge mehr, die im Vergleich zur sonstigen Fahrt- und vor allem Fahrgastwechselzeit nicht sonderlich ins Gewicht fallen, steigern das Erlebnis deutlich und rechtfertigen somit auch eine längere Wartezeit. read more »

Eintrittspreise

Posted in Strukturen on Februar 18th, 2010 by Ralph Latotzki – Kommentare deaktiviert für Eintrittspreise

Eintrittspreise

 

Ein immer wieder heiß diskutiertes Thema bei Freizeiteinrichtungen ist die Gestaltung von Eintrittspreisen, insbesondere wenn gerade einmal wieder eine Erhöhung anstand. Dies ist beinahe zu jeder neuen Saison der Fall, mitunter aber auch innerhalb einer Saison. Mit einer frisch eröffneten Neuheit lässt sich das noch einigermaßen kommunizieren, aber es allen – abgesehen vom Betreiber – recht machen funktioniert wohl nur mit freiem Eintritt. Der hat jedoch auch seine Schattenseiten, wie einige Betreiber von frei zugänglichen Parks berichten, die für die Nutzung von Fahrgeschäften einzeln Geld verlangen: Fühlen sich die Besucher nicht mehr als Gast und erkennen auch nicht mehr die Wertigkeit des Gebotenen, so gehen sie mitunter nicht mehr pfleglich mit der Umgebung um und es kann zu Sachbeschädigung zum Beispiel durch Schmierereien an den Kulissen und Randale kommen. read more »

Achterbahnstationen

Posted in Strukturen on Januar 30th, 2010 by Ralph Latotzki – Kommentare deaktiviert für Achterbahnstationen

Achterbahnstation

 

Sehr allgemein gefasst obliegt den Achterbahnstationen zweierlei Aufgabe. Zum einen sollen sie eine effiziente Abfertigung der Fahrgäste ermöglichen, zum anderen auf die Fahrt einstimmen. Der Aufbau von Neugierde, Vorfreude, Ungewissheit oder gar Angst braucht allerdings in der Regel seine Zeit, weswegen die Funktion zum Teil bereits von der Warteschlange vor dem Stationsbereich übernommen wird. Mit Musik, Gestaltung oder gar dem Aufbau interessanter Szenarien ist dies jedoch möglich. Ein solches ist zum Beispiel beim Rock’n’Roller-Coaster in den Disney-Studios gegeben. Dort hält der Zug neben dem eigentlichen Einstiegsbereich in einem einsehbaren Teil der Halle vor dem Abschuss. Ein Countdown ertönt, Reifen quietschen und alles wird von Lichteffekten begleitet, wenn der Zug verschwindet. read more »

Kapazität

Posted in Strukturen on Januar 22nd, 2010 by Ralph Latotzki – 3 Comments

Kapazitaet

 

Die Kapazität einer Attraktion ist gegeben als die Anzahl der Personen, die in einer gewissen Zeit abgefertigt werden können. Zumeist ist diese in der Einheit Personen pro Stunde gegeben, um einen brauchbaren Vergleichswert zu haben. Und in der Regel ist auch nicht von der realistischen, sondern von der theoretischen Kapazität die Rede, welche die Zeiten für den Passagierwechsel außer Acht lässt – zum Beispiel den Stillstand eines Achterbahnzuges in der Station. Dies macht insofern Sinn, als dass es stark von den Besuchern selbst, aber auch von den Operatoren abhängig ist, wie länge der Prozess dauert. read more »

Zwangswegeführung

Posted in Strukturen on Januar 14th, 2010 by Ralph Latotzki – 2 Comments

Zwang

 

Ein Besuch in einem Ikea-Möbelhaus ist in der Regel eine zeitraubende Angelegenheit. Und dies liegt nicht nur an den Schlangen an den Kassen und der großen Ausstellungsfläche, sondern insbesondere an dem Konzept, den Kunden durch geschickte Wegeführung am kompletten Sortiment vorbei zu führen. folgt man stur dem Hauptweg, so bekommt man von Küchen über Wohnzimmer bis hin zum kleinsten Krimskrams alles zu sehen, was nordisch klingende Namen vorweisen kann. Für einen Stammkunden, der allerdings nur ein paar Gläser kaufen will, wirkt der lange Marsch nicht nur anstrengend, sondern auch abschreckend, weswegen inzwischen unauffällige Abkürzungen eingebaut wurden. Ein ganz ähnliches Konzept wird auf vielen Volksfesten bei der Konzeption des Wegesystems verfolgt, indem ein – mitunter auch wegen Platzmangels als einzige Möglichkeit zur Verfügung stehender – einfacher Rundlauf angelegt wird, welcher allen Beschickern den gleichen Besucherstrom und somit einigermaßen faire Einnahmemöglichkeiten garantieren soll. Und auch in Erlebnisparks und ähnlichen Attraktionen wird die Zwangswegeführung immer wieder gerne eingesetzt, mit unterschiedlichem Erfolg und Konsequenzen. Einige Beispiele: read more »